Das Auge isst mit

Editorial Design ist appetitanregend (Foto: wjk)
Aufmerksamkeit der Leser mit gekonntem Editorial Design (visuelle Gesamtgestaltung von Medien) erreichen und verbessern
Viele Leser, auch Besucher von Internetseiten, sind heutzutage von der Informationsflut völlig überfordert. Gelingt es dem Gestalter und / oder Redakteur nicht, seinen Content oder seine Botschaft angenehm rüberzubringen, wendet sich der Leser schnell ab. Auch das Layout einer Seite trägt zur Wahrnehmung des Medienproduktes bei und sollte die Aufnahme des zu transportierten Inhalts unterstützen.
Friedhofsseiten im Internet
Unprofessionell gestaltete Internetseiten (Friedhofsseiten) stören den Lesefluss des Besuchers und verärgern ihn, wenn die Optik nicht zum Inhalt passt. Oder wenn die Startseite eines Internetangebotes jahraus jahrein nur ein “Willkommen auf meiner (unserer) Homepage” beinhaltet. Besonders für berufliche Vielsurfer ist dies ein permanentes Ärgernis. Der Appetit zum Weiterlesen vergeht.Und für den Betreiber einer solchen Homepage ist es oft vergebene Liebesmüh.
Manche Geistesblitze finden auf einer Rolle Klopapier Platz - ein weiterer freier Domainname für Profis. Gottseidank ist die nächste Internetseite oft nur einen Klick entfernt, wenn man seine Recherchen mit einer Suchmaschine steuert.
Was (Hobby-)Webdesigner von der Titelseite einer Tageszeitung lernen können
Sicherlich ist Ihnen beim täglichen Studium Ihrer Lieblings-Tageszeitung bereits aufgefallen, daß nicht jeder Artikel auf der Titelseite komplett abgedruckt wurde. Vielmehr wird der entsprechende Artikel nur “angeteasert” (angerissen) und auf einer anderen Seite weitergedruckt. Ein solcher Artikel hat die Aufgabe, Sie in die Zeitung “hineinzuziehen”. Warum gestaltet man ein Online-Angebot nicht ebenso? Fehlt dem Hobby-Seitengestalter die vielzitierte Medienkompetenz?
Was Laien von Medienprofis lernen können
Thomas Biedermann, Multitalent aus Hamburg und Inhaber der “Kreativschmiede” (www.kreativ-schmie.de) zeigt in seinen Arbeitsproben, wie man unterschiedlichen Medienprodukten einen wiedererkennbaren Charakter “einhauchen” kann. Oder wie man aus einem häßlichen Entlein (Word-Dokument der Mitgliederzeitschrift Nordwind) einen stolzen Schwan (anspruchsvolle Zeitschrift mit schönem Cover) macht. Für seine Kunden strebt Thomas Biedermann stets eine Unverwechselbarkeit entlang des (vorliegenden) Corporate Design oder von definierten Gestaltungsrichtlinen an.
Wissenstransfer von den Hochschulen und Kunst-Akademien
Während sich die Ausbildung von Mediengestaltern immer noch zu sehr an Zeitungen und Magazinen orientiert, investieren Hochschulen auch Zeit in Neue Medien. Sehenswerte Beispiele von Multimedia-Elementen, Filmen und Animationen zeigt die Hamburger Technische Kunstschule (htk) auf ihren Internetseiten unter www.htk-hamburg.de in der Galerie.
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